Vielleicht ist der Gedanke: „Ich erlaube mir kein glückliches Leben.“ gar nicht deshalb da, weil ich irgendwann in der Vergangenheit einen Glaubenssatz übernommen habe.
Vielleicht gehört er einfach zu einem natürlichen Trauerprozess, in dem ich noch stecke.
Einer Trauer um mein kleines Kind, das zu meinem inneren Kind geworden ist, weil ich viel zu früh erwachsen werden musste.
Vielleicht trauere ich um meine verlorene Kindheit. Und vielleicht bringt erst diese Zeit der Trauer und Verarbeitung Stück für Stück die Freude zurück in mein Leben. Vielleicht tut sie das sogar schon längst. Nur so leise, dass ich es noch nicht ganz wahrnehmen kann.
Einen Trauerprozess kann ich nicht abkürzen. Er geschieht einfach. Mit Geduld.
Wie wenn ein Mensch stirbt oder geht. Am Anfang scheint es unvorstellbar, jemals wieder glücklich zu sein. Die Trauer nimmt alles ein. Und wenn doch einmal ein Lächeln auftaucht, fühlt es sich fast falsch an. Schuldig. Als würde man den geliebten Menschen verraten.
Doch mit der Zeit verändert sich etwas. Nicht, weil man sich dazu zwingt, sondern weil das Leben langsam wieder durch einen hindurchfließt.
Vielleicht ist es bei mir genauso.
Vielleicht spüre ich erst nach und nach, dass ich wieder so unbeschwert wie ein Kind leben kann. Und vielleicht werde ich erst dann erkennen, wie weit ich schon gegangen bin.