So oft fühle ich mich hin und her gerissen.
In mir steigt eine Idee auf. Paart sich mit einem Gefühl, steigt in meinem Kopf als Bilder auf und ich glaube, dass ich schon die Zukunft vor mir sehe. Sie ist zum Greifen nahe und ich kann schon fühlen, wie es sich anfühlt, dieses Zukunfts-Ich zu sein und wie alles aussehen wird.
Dann kommt Traurigkeit und Frust, weil alles noch nicht da ist, und eine ganze Weile später entdecke ich: Wow, jetzt ist es da. So, wie ich es vorher in mir sah.
Und manchmal sehe ich mich, wie ich mich verhalte. Wie ich reagiere. Mit anderen spreche und agiere und wundere mich. In diesem Moment, wenn ich auf mich blicke, könnte ich schwören, ich komme aus der Vergangenheit. Verhalte mich, als wäre ich noch auf der Flucht vor einem Säbelzahntiger oder im Krieg mit dem Feind, würde Hungersnot leiden oder alles verlieren.
Dann erscheint eine mildere Form in mir, die mir aufzeigt und mich beruhigt und sagt: Schau mal, er wollte dir nichts Böses oder alles ist da.
Nur für den Moment. Da war ich nicht im Hier und Jetzt.
Früher habe ich versucht, daran etwas zu ändern, und jetzt merke ich mehr und mehr: Was ich verändern darf, ist, es zu sehen und anders darauf zu reagieren.
Mich freuen was kommt.
Akzeptieren was war.
Und dankbar sein was ist.