Meine Sprache
Wo ich herkomme, wurde ich mit Worten verletzt
und mit Stille bestraft.
Das hat Spuren hinterlassen.
Spuren, die heute zu meinem Weg werden.
Ich lerne, meine Stimme wiederzuentdecken.
Und eine Sprache zu entwickeln, die mir entspricht.
Eine Sprache, die zeigt,
was sich in mir bewegt.
Ich lerne, für mich zu sprechen.
Und bei anderen mehr zu schweigen.
Ich lerne, wahrzunehmen,
was sich zeigt, bevor Worte entstehen.
Ich lerne, meine Worte ernst zu nehmen.
Ihre Wirkung.
Und meine Verantwortung für sie.
Was ich wahrnehme.
Was ich glaube.
Was ich fühle.
Was ich daraus mache.
Denn Sprache verändert etwas.
Sie ordnet.
Sie macht sichtbar.
Sie schafft Klarheit.
Sie öffnet für mich eine Tür: