Heute stelle ich zum ersten Mal fest, dass es bei der Frage, ob ich mich verändere, nie um „Bin ich glücklich?“ gehen sollte,
sondern eher um:
Was brauche ich dafür?
Wie viel Anstrengung kostet es mich?
Wie intensiv ist es – und wie nachhaltig?
Denn glücklich sind wir, glaube ich, immer. nur nicht dauernd.
Früher brauchte ich dafür Menschen, Alkohol, Feste, Dinge.
Ich war abhängig vom Außen.
Ich musste enorme Anstrengungen leisten, um glücklich zu sein –
und wenn der Moment da war, war er kurz, oberflächlich
und hielt selten länger als ein oder zwei Tage. Wenn überhaupt.
Heute brauche ich das nicht mehr.
Ich kann glücklich sein, weil ein Marienkäfer über das Fenster krabbelt
(das hätte ich früher nie bemerkt),
oder weil sich Himmel und Wolken im Glas spiegeln,
oder weil ich das Fenster öffne und frische Luft hereinkommt.
Ich kann abends im Bett liegen und diese Momente noch einmal feiern.
Heute bin ich anders glücklich.
Nicht immer.
Aber immer öfter.