Gedankenstrudel
Gedankenstrudel

Gedankenstrudel

In mir sind wie tausend kleine Papierschnipsel, die durcheinandergekommen sind.

Mein Körper, Geist und Seele wollen eigentlich immer in Harmonie leben. Das ist ihr natürlicher Zustand.

Die Seele kitzelt mich in die Veränderung,

der Geist hält mich sicher,

und der Körper bewegt mich zwischen beidem hindurch.

Banane, Nudeln und Brot – das ist nicht das Essen, das mein Körper braucht oder dem er dient. Es ist das, was ich als sicher gelernt habe. In den herausforderndsten Zeiten habe ich mich daran festgehalten.

Es ist, als würde ich gerade einen riesigen Schritt machen und all meinen Kram zusammenpacken.

Heute kann ich es so deutlich sehen wie noch nie:

Ich erlaube mir nicht mehr als zu überleben.

Ich erlaube mir maximal Brot und Butter, maximal Wasser.

Nicht, weil ich nicht mehr will oder nicht mehr genießen würde – sondern weil in mir ein Glaube sitzt, dass ich nicht mehr darf. Dass ich nicht mehr verdiene.

Da ist ein alter Pakt.

Eine Loyalität, die mir innerlich sagt: Damit musst du zufrieden sein.

Alles darüber hinaus ist falsch. Zu viel. Wollust. Eine Todsünde.

Heute sehe ich das.

So klar wie noch nie.

Und ich sehe auch, wie sehr ich das über habe.

Wie es zehrt.

Wie es mich am Leben hält – aber nicht im Leben.