Heute kann ich es irgendwie so eindeutig sehen.
Das Universum – oder das Leben, oder wie auch immer ich es nennen mag – stelle ich mir wie ein riesiges Buffet vor. Es gibt ALLES. Die leckersten, gesündesten, reichhaltigsten Dinge, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Es ist immer gedeckt und 24/7 verfügbar.
Ich als Mensch – allein beim Gedanken daran läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich sitze auf meiner Couch und stelle mir vor, was ich alles probieren würde. Also laufe ich los. Und als ich dort ankomme, sehe ich: Wow. Es ist noch besser, als ich es mir je gewünscht habe.
Ich stehe vor dem Buffet – und dann passiert in meinem Leben immer dasselbe:
Ich halte meinen Teller hin, damit der Kellner mir etwas auftut. Er fragt mich:
„Was willst du haben?“
Und in meinem Kopf überschlägt sich alles. Ich sehe es ganz klar und denke:
Ja, ich will eine saftige Mango.
Aber aus meinem Mund kommt nur:
„Ein Brot mit Butter, bitte.“
Ich runzle die Stirn. Er runzelt die Stirn.
Ich schüttle mich, versuche es noch einmal – und wieder kommt nur:
„Ein Brot mit Butter.“
Ich bekomme nichts anderes aus mir heraus.
Also gehe ich betrübt nach Hause, mit einem letzten traurigen Blick zurück auf das Buffet.
Zuhause sitze ich da – traurig, frustriert, leer – und probiere es am nächsten Tag erneut.
Und frage mich: Was kann ich ändern?
Genau da stehe ich gerade.
Und ich frage mich:
Was kann ich diesmal anders machen?
Wie darf ich mir mehr erlauben?
Wie spreche ich eine andere Sprache?
Wie kann ich sagen, was ich wirklich will?
Wie kommt meine Wahrheit aus mir heraus?
Was ist meine Wahrheit?
Mango oder Brot – und warum ist es Brot?