Mein Schatz
Mein Schatz

Mein Schatz

Manchmal ist es, als würden meine Seele und das Universum schieben und mein Körper und Geist noch auf die Bremse treten – und dazwischen bin ich. Ich beobachte und entscheide.

Ich kann sehen, wie es in mir blockiert, weil ich alles unter Kontrolle halten will: sauber, ohne Chaos, nicht lebendig, getrennt. Und gleichzeitig ist kein Platz für Freude, für Miteinander, für Ruhe. Dieser Raum, den ich da gestalte, ist eng, anstrengend und verärgert.

Wenn ich das sehe, kann ich mir nicht vorstellen, wie ich dies jemals lösen kann in mir. Wie es mir jemals möglich sein wird, dass ich das loslassen kann, denn es gehört so stark zu mir. Es ist überall – in jeder Zelle, jedem Atemzug, jedem Gedanken, jeder Bewegung.

Ich wünsche mir Klarheit. Was ist das für mich? Warum hält alles in mir noch daran fest?

Alles fühlt sich wie ein dickes, total verknotetes Knäuel an. Zäh, verstrickt, eng, fest. VERTRAUEN, KONTROLLE, SCHAM, SCHULD, ABLEHNUNG. Und ich und mein Körper mitten drin.

Dieses Knäuel formt sich mehr und mehr aus. Ich glaube, es ist immer noch der Glaube:

„Ich bin nicht genug.“

„Ich kann das nicht.“

„Ich bin handlungsunfähig.“

Und dieser Glaube sitzt noch auf meinem Selbstwert drauf. Auf meinem Schatz.