Es ist wirklich faszinierend – nein, eigentlich passiert es mir oft.
In den letzten Tagen habe ich in mir noch einmal so schön erkannt, wie ich diese ständige Leere in mir fühle. Und trotzdem entdecke ich gerade die Krux dahinter:
Da war Leere, weil alles voll war.
Aber voll mit Dingen, die mir keine Freude gemacht haben –
voll mit Sachen für alle Eventualitäten, für alles und jeden.
Ich war so voll, dass kein Leben mehr Platz hatte.
Und ich dachte immer, ich wäre leer.
Ja, das war ich – aber nur, weil ich voll war mit den für mich falschen Dingen.
Gerade spüre ich das, weil ich mir selbst eine kleine Challenge gegeben habe:
Jeden Tag befreie ich mich von einer „Last“ –
einer Sache, die ich schon ewig vor mir herschiebe,
die ich immer nur halbherzig angegangen bin,
über die ich mich aber täglich geärgert habe.
Jetzt räume ich auf.
Nicht mehr nur von A nach B –
sondern wirklich. Endgültig.
Ich merke, wie vollgestopft ich war.
So sehr, dass das Leben, das Schöne,
gar keinen Platz mehr hatte.
Jeden Tag trenne ich mich von einer Last
und hole gleichzeitig eine Freude in mein Leben.
Ich mache etwas, das mich glücklich macht –
oder, was mir noch viel mehr taugt:
Ich mache das, was ich ohnehin tue, mit Freude.
Ich nehme mir Zeit. Ich weite aus, was ich mache. Ich genieße.
Das ist gerade wie ein Magnet für mich.
Ich merke, wie sich etwas in mir wandelt –
nicht nur im Außen, sondern bis in die hinterste Zelle meines Inneren.
Alles verändert sich. Alles verformt, verrückt, entwirrt sich.
Ich habe das Gefühl, ich habe das schon tausendmal gemacht.
Und doch – diesmal ist es anders.
Früher war es eine Hauruck-Aktion,
ein Befreiungsschlag, wenn der Kessel übergelaufen ist.
Aber jetzt wird es zu meinem Leben.
Zu meiner Lebensaufgabe.
Nachhaltig. Tief. Echt. Konsistent.
Ich lade Fülle in mein Leben ein –
indem ich leer werde.
Und wow, da ist so viel Potenzial in mir.
Denn ich war voll bis Oberkante Unterlippe.