Ich kann gerade sehen, dass alles, was wir tun, aus der Liebe heraus entsteht. Immer. Egal was. Immer aus der Liebe für uns. Die Liebe ist wie der Nährboden, die Wurzel. Je nachdem, wie wir sie erfahren haben, wachsen wir und erblühen auf ihr. Jeder zeigt sie wie ein offenes Buch.
Ich merke, ich möchte anderen nur noch mit der Frage begegnen: „Das ist ihre Liebe – was macht das mit mir?“ Damit ich sie mehr sehen kann – und auch mich. Nicht mehr in dem „Was machst du da?“ Die Antwort ist immer dieselbe: lieben.
Ich denke jetzt mehr und mehr ans Rausgehen und frage mich, warum da noch diese Blockade in mir ist. Wenn ich in mich sehe, ist da ein Bild: Ein Mann reicht mir die Hand, als würde er mich zum Tanz einladen, mich umarmen wollen. Aber ich kann mich nicht sehen – nur, dass ich die Hand nicht nehme. Und das Gefühl in meinem Leben: dieses Bild ist nie wirklich entstanden. Ich sehne es mir, aber was wäre, wenn es eintritt? Wenn mein Mann mich umarmt? Da ist immer noch Ablehnung.
Es wirkt, als wäre das der Schlüssel zum Außen – das Verschmelzen von Innen und Außen, von weiblich und männlich. Aber da ist noch ein Gedanke, der mich etwas erdrückt: Hingabe!
Einfach mal zu machen – das dachte ich, habe ich in den letzten Wochen schon geübt. Und doch, wenn ich ehrlich bin, ist das noch meine größte Herausforderung: Einfach ohne Plan, ohne Kontrolle. Hingeben, abgeben, fallen lassen, treiben lassen.
Ich glaube, ich gehe noch unter, wie die Qualle, wenn sie sich nur nach innen zieht, weil die Abstoßbewegung fehlt. Also ehrlich: Ich habe Angst vor der Hingabe an das Leben. Weg von „Was hast du gemacht?“ hin zu: „Fühlst du dich wohl damit?“