Nähe
Nähe

Nähe

Ich bin auf dem Weg herauszufinden, was wahrhaftige Nähe für mich sein kann.

Altes geht, und Neues ist noch nicht da.

Was ich spüre: Ich kann den Raum von Nähe noch gar nicht betreten. Ich sehe die Tür nicht einmal. Stattdessen darf ich lernen, den Raum davor zu halten.

Dieser Raum wirkt für mich im Moment noch unheimlich schwer.
Denn auf der rechten Seite trage ich einen riesigen Rucksack:
„Ich muss dir entgegenkommen.“
Ich übernehme Verantwortung für dich, mache es selbst – und verlasse dabei mich. Ich überfalle dich damit.

Auf der linken Seite trage ich den anderen Rucksack:
„Ich muss alles von mir geben.“
Ich lasse meine Grenzen fallen, erkläre, beweise und übergehe mich. Ich verstecke mich und räume alles für dich frei – wie in einem Ausverkauf. Ich bin immer für dich da.

Doch ich spüre: Wenn ich lerne, beide Rucksäcke abzusetzen, fällt dieses Ziehen und Gezogensein weg.
Dann fällt die Schwere.
Und selbst stehen zu bleiben ist plötzlich nicht mehr schwer.

Dann öffnet sich eine neue Welt:
Eine Welt der Einladung.
Des Sehens.
Und eines ganz zarten, natürlichen Nah-Seins.

Bei mir.
Und manchmal bei dir.
So, wie es uns wirklich guttut.