All die Zeit habe ich es gespürt. Etwas wollte in mir aufsteigen, aber es kam nie durch. Es wurde in meinem Magen zurückgehalten, und meinen Mund biss ich zusammen. Es durfte meinen Körper auf keinen Fall in irgendeiner Form verlassen. Die Kontrolle war mein General.
Heute spüre ich es. Ich kann zum allerersten Mal sehen, was es ist: meine Freude! Ich wollte nie wieder, dass jemand unter meiner Freude leidet – besonders ich nicht. Denn meine Freude war immer zu laut, zu wild, zu viel. Also dimmte ich sie, versteckte sie, schluckte sie herunter, bis ich selbst keinen einzigen Funken mehr davon in mir spürte. Ich sehnte mich so nach ihr.
Wie oft stand ich da und dachte: „Da müsste doch etwas in mir sein? Bin ich einfach innerlich tot? Kann ich das einfach nicht?“ Ich spürte es so oft und sehnte mich nach ihr. Ich hielt inne, rief sie, und es hallte durch mich.
Heute… sehe ich sie. Ich spüre sie. Und das ist der Anfang. Sie wird wieder größer, lauter, wilder. Sie darf. Ich darf. Ich bin pure Freude!