Mein Blog
An diesem Ort fließen meine Gedanken.
Manchmal noch mitten im Chaos, manchmal finden sie schon eine Form.
Eine Ordnung.
Hier zeige ich das, was ich bereit bin mit anderen zu teilen.
Derzeit werden sie meist durch den Podcast ausgesprochen, aber begonnen hat alles mit diesen Zeilen.

Ich liebe es.
Wenn alles sich um mich bewegt, während ich still stehe. Die Sonnenstrahlen, der Wind in den Blättern, die Käfer, wie sie krabbeln, die Vögel, wie sie zwitschern. Die Wolken, wie sie ziehen. Und gleichzeitig liebe ich es, wenn ich das Außen anhalte und in meinem Bett oder Sessel sitze und

Spielen gehen
In mir steckt ganz oft das kleine Kind und die Erwachsene. Das Kind das in den Wald gehen will. Jeden Windhauch, Knistern, Krabbeln erleben und nachgehen will. Jeden Geruch und Sonnenstrahl folgen. Und dann ist da die Erwachsene die weiter zieht, die nach Hause will weil es noch Dinge zu
Beziehung
Heute wird mir ein wenig mehr über das miteinander bewusst. Ich glaube Menschen die uns anziehen sind zum wachsen da. Wir sehen etwas in ihnen, das in uns schlummert und entdeckt werden will. Und gleichzeitig steht ein Mensch vor uns mit seinem Weg, seiner Geschichte. Beides verschmilzt, darf gleichzeitig sein.

Schwarmwissen
Die letzten Jahre habe ich mich intensiv mit mir beschäftigt.Aus Not. Aus Neugier. Aus dem Wunsch, mich zu verstehen.Und auch aus Selbstkritik, Zweifel und dem Drang, mich zu optimieren. Ich glaube, ich bin durch viele dieser Phasen gegangen. Und jetzt spüre ich etwas anderes:eine Art Sättigung. Vielleicht sogar ein Zuviel.

Nähe
Ich bin auf dem Weg herauszufinden, was wahrhaftige Nähe für mich sein kann. Altes geht, und Neues ist noch nicht da. Was ich spüre: Ich kann den Raum von Nähe noch gar nicht betreten. Ich sehe die Tür nicht einmal. Stattdessen darf ich lernen, den Raum davor zu halten. Dieser

Kokon
Ich weiß, viele Menschen in meiner Umgebung machen sich oft Sorgen um mich. Weil ich Dinge nicht tun kann, was sie können. Sie wollen mir helfen, und weil sie sich sorgen, sorge ich mehr für mich. Gleichzeitig merke ich immer mehr, dass ich das nicht mehr muss. Ich kann nicht

Räume
Ganz oft rede ich von Räumen. Und doch sind sie neu für mich. Zum Beispiel der Raum zwischen losgehen und ankommen. Dazwischen war früher nur leisten, machen, umsetzen. Und da war noch was. Der Glaube ich mache darin alles falsch. Also wählte ich, gar nicht erst losgehen, schnell durcheilen und
Freiheit
Ich glaube, diesen Moment möchte ich in meinem privaten und beruflichen Kontext niemals vergessen. Ich habe den Wohlfühl-Marktplatz von außen nach innen aufgebaut. Wärme, Schutz, Sicherheit. Ich bin in mir nach innen gegangen, zu meinem inneren Kind, und habe es nachgenährt. Mit der Wirk-Werkstatt war es anders. Ich wollte auch
Glücklich
Heute stelle ich zum ersten Mal fest, dass es bei der Frage, ob ich mich verändere, nie um „Bin ich glücklich?“ gehen sollte, sondern eher um: Was brauche ich dafür? Wie viel Anstrengung kostet es mich? Wie intensiv ist es – und wie nachhaltig? Denn glücklich sind wir, glaube ich,
Der Kampf
In mir sitzt immer noch ein Glaube ganz tief: Es hört einfach nie auf. Und was hört nie auf? Der Kampf. Und ich glaube, ich habe ihn mit Liebe verwechselt. Es ist, als würde ich jede Nacht in ein tiefes Loch fallen. Dunkel, ohne Hoffnung, ohne Freude, ohne Glauben an
Führung
Heute Morgen habe ich das Gefühl, unsere Kinder schreien uns auf ihre Art an, dass sie mehr Raum, mehr Abstand brauchen. Aber sie wissen nicht, wie sie das sagen sollen, weil sie es von uns nicht anders kennen. Sie folgen einfach ihrem Gefühl. Dann stehen wir davor und sagen: Okay,
Gedankenstrudel
In mir sind wie tausend kleine Papierschnipsel, die durcheinandergekommen sind. Mein Körper, Geist und Seele wollen eigentlich immer in Harmonie leben. Das ist ihr natürlicher Zustand. Die Seele kitzelt mich in die Veränderung, der Geist hält mich sicher, und der Körper bewegt mich zwischen beidem hindurch. Banane, Nudeln und Brot
Schenken
Ich merke, dass ich so lange geglaubt habe, ich bin für jemanden da, wenn ich etwas für ihn mache oder kaufe. Das wäre Liebe. Gleichzeitig habe ich mich selbst dabei nie ganz gesehen oder gehört gefühlt. Heute Morgen wird mir klar: Die größte Liebe, die ich einem Menschen schenken möchte
Nur für mich
Ich stehe gerade da und spüre diese alten Gedanken. Ich habe etwas gemacht – im Innen nur für mich – und im Außen sieht es jetzt total chaotisch aus (so wie die letzten Jahre). Und nun stehe ich hier und frage mich: Warum habe ich das gemacht? Keiner hat es

Universums-Buffett
Heute kann ich es irgendwie so eindeutig sehen. Das Universum – oder das Leben, oder wie auch immer ich es nennen mag – stelle ich mir wie ein riesiges Buffet vor. Es gibt ALLES. Die leckersten, gesündesten, reichhaltigsten Dinge, die wir uns nicht einmal vorstellen können. Es ist immer gedeckt

Vorwurf
Ein großes Thema in meiner Familie war immer der Vorwurf: „Du kommst nur, wenn du was willst.“ Dieser Gedanke und Zweifel nagte mein Leben lang an mir. Auf der einen Seite spürte ich in mir: „Nein, das will ich doch gar nicht.“ Auf der anderen Seite sah ich, was ich

Meerjungfrau
Nachdem ich an Land noch nicht existieren kann, wie eine Meerjungfrau, tauche ich tief – und da entsteht es: Gerade fällt es mir wie Schuppen von den Augen. All die Zeit dachte ich, ich bin nicht gut genug zu meinem Körper. Ich bin nicht kreativ. Ich spüre, dass alles in

Schneesturm
Ich sitze gerade am Fenster. Ich sehe Weite. Ich sehe Natur. Draußen herrscht ein Schneegestöber. Der Schnee rieselt herunter, wird aber auch vom Wind getrieben. In mir steigt der Gedanke auf: Das habe ich mir immer gewünscht. Dass ich beobachten kann. Dass ich geschützt und warm sitze und zusehen kann,
Bestraft
Heute kann ich es so deutlich wie noch nie sehen: Ich spreche meine Wahrheit aus – und fühle mich danach schlecht, habe Angst, allein zu sein und verlassen zu werden. Weil das meine Erfahrung ist. Wenn ich meine Wahrheit aussprach – egal wie liebevoll sie für mich und den anderen
Dunkelheit
Gerade gibt es keine Sonne, keinen Mond. Dunkelheit pur. Und ich spüre, ich bin wie das kleine Baby im Bett. Keiner kommt. Ich fühle erst Traurigkeit, dann Angst. Und darüber kommt so eine Art Trotz, Resignation, ein „alles ist ok“. Und darüber kommt Wut auf andere. Das steckt noch in

Wahrhaftigkeit
Ich denke noch, Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit muss weh tun. Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit darf leicht sein, befreien. Das ging heute tief in mich rein, als ich es aussprach: Ich will eine wahrhaftige Beziehung. Und ich spüre, was ich meine, ist: Ich will in einer Beziehung wahrhaftig ich sein! Sagen, denken, fühlen, was ich
Das Boot sein
Ich dachte immer, meine Aufgabe ist es, dass, wenn ich jemanden gegen die Wand laufen sehe, ich aus meinem Fluss aussteige, zu ihm laufe und ihm zeige, dass da eine Wand ist. Im wahrsten Sinne des Wortes habe ich dann mein Leben dafür aufgegeben. Ich kann sehen, dass dies nicht

Verschluckt.
Ich sehe dich. Du bist klein und weißt nicht, was geschieht. Du spürst es um dich. Da sind Sorgen, Ängste und Druck. Du siehst in die Gesichter der Erwachsenen. Du spürst es. Sie legen ein Lächeln auf, wollen fröhlich sein. Dich ablenken. Aber wollen sie nicht in Wahrheit sich selbst
Aus Druck wird jetzt AUSDRUCK
Ich glaube, dass all das, was ich derzeit ausdrücke, verkörpere, immer noch eine Art Druckventil ist. Mein Funktionieren, Schreiben, Sprechen, Handeln. All das ist noch nicht meine Essenz, mein wahrer Ausdruck. Es ist noch Druckentlastung. Vielleicht schon in die Richtungen, in die ich gehen möchte, nur noch nicht in der

UNPERFEKT
Heute Morgen frage ich mich wieder, wer ich eigentlich bin. Ob ich vielleicht bloß nicht akzeptieren kann, wer ich eigentlich bin, und deshalb suche und kämpfe. Ich will akzeptieren, dass es zu mir gehört – aber als Wurzel und nicht als Pflanze. Ich will die Härte und Leere und Ablehnung
Härte
Es ist, als gäbe es in mir nur Strenge, Härte, Kälte und Schwäche, und dazwischen ist ganz viel Druck. Früher wurde ich weggeschickt oder alleingelassen. Heute kreiere ich mir ein Selbstexil. Als würde ich in mir immer und immer wieder denken: Ich bin ein böses Mädchen. Ich darf das nicht!

Verstehen
Ich sagte heute zu meiner Tochter: „Das verstehe ich.“ Und sie antwortete: „Nein, tust du nicht.“ Und sie hat vollkommen recht. Denn ja, ich höre ihr zu – aber was ich unter „verstehen“ meine, ist eigentlich: Ich mache mir meinen eigenen Teil daraus. Ich höre etwas und beginne sofort zu

Butterfly-Effekt
Es fühlt sich an als wäre heut morgen ein kraftvolle Energie durch mich geflossen und sie hat an alles alte angeklopft. „Ich bin falsch!“ „ich muss perfekt sein.“ „ich mache nur Fehler.“ sie ist wie einmal durch mein System geflossen und hat alles wie mit einem großen Gong angeschlagen und

Wirkung
Als kleines Kind war mein größter Wunsch Frieden. Meine Eltern trennten sich, und ich wollte immer nur, dass sie wieder zueinander finden. Nicht unbedingt als Paar, aber als Menschen. Zueinander, zu sich selbst – und wahrscheinlich auch zu mir. Ich glaubte, ich müsste es schaffen, und damit verstärkte sich in

Drahtseil
Der Glaube „es steckt keine Liebe in mir“ sitzt wie ein tiefer Pflock in meinem Herzen. Er ist die Wurzel. Wegen ihm habe ich Angst, dass mein Herz gleich stehen bleibt, dass ich aufhöre zu atmen, dass ich allein bin. Alles hängt an diesem winzigen Faden. Doch dieser Faden fühlt

Stopp!
Mein ganzes Leben hatte ich immer diese negativen Gedanken-Loops: Sorgen, Ängste, Zweifel, Ablehnung. Tag ein, Tag aus. Und dann war da noch der große Wunsch in mir, dass sie irgendwann enden. Heute endeten sie. Für einen kurzen Moment schien Licht ins Dunkel. Ich fing an, den Loop aufzubauen, und ich

People Pleaser
Heute Morgen fällt mir auf, wie eng ich mein Leben mache. Weil ich immer das „Richtige“ tun will oder das Beste für die anderen – aber eigentlich mache ich es mir so eng, dass ich darin wüten muss und festhänge, damit ich nicht zerquetscht werde. Aber ich mache mir mein
Bei mir bleiben
Mein ganzes System ist darauf ausgelegt, dass ich mich klein halte. Alles, jede Zelle, jede Handlung ist dafür da, dass ich klein bleibe. Jedes „ich steck mal ein Stück Schokolade in den Mund“, „ich sprech das mal nicht aus“, „ich mach hier mal lieber Ordnung“ – einfach alles ist dafür
Klarheit
Je mehr Klarheit gerade in meinem Inneren entsteht, desto mehr Größe nehme ich ein. Es entstehen in mir immer klarere Rollen und Grenzen, und das wirkt am Anfang erstmal mehr für mich, aber eigentlich ist das nur ein Trugschluss, denn all das war vorher auch da, nur als Knäuel. Jetzt
Jetzt. Hier.
Egal wo – ich bin immer anderswo. Wenn ich bei mir bin, schaue ich, dass ich wieder bei anderen sein muss. Und wenn ich bei anderen bin, will ich bei mir sein. Egal wo ich bin, etwas in mir zerreißt sich innerlich, weil ich nicht woanders bin. Dieser Teil, der

Sinnlich
Ich glaube, ich bin ein sehr sinnlicher, sensibel wahrnehmender Mensch. Und wenn ich das sage, meine ich damit nicht „mehr als andere“, denn ich glaube, dass wir das alle per se sind. Ich schreibe es für mich, um mir das bewusst zu machen. Ich glaube, dass in meiner Kindheit –

Am Meer sein
Heute Morgen lief ein Lied: „Was würdest du heute nochmal machen, wenn du heute Abend stirbst?“ Und es brachte mich zum Nachdenken. Ich dachte erst, ich will nochmal ans Meer fahren. Dann fiel mir aber eigentlich nichts so richtig ein, was ich Tolles, Krasses machen will – und ich wurde

Mein Schatz
Manchmal ist es, als würden meine Seele und das Universum schieben und mein Körper und Geist noch auf die Bremse treten – und dazwischen bin ich. Ich beobachte und entscheide. Ich kann sehen, wie es in mir blockiert, weil ich alles unter Kontrolle halten will: sauber, ohne Chaos, nicht lebendig,

Puzzleteile
Ich habe das Gefühl, ich stehe gerade an einer Tür meiner inneren Welt und bettel. Ich bettel, dass ich wieder Vertrauen in mein Leben lassen kann. Dass es mir wieder möglich ist, meinem Körper, anderen Menschen und dem Leben wieder zu vertrauen. Ich stehe da, zitternd, weinend und flehend und

Zen
Früher gab es immer nur die Katharina, die sich versteckte, zurückhielt, klein machte und stumm blieb. Oder die Katharina, die emotional war, aus der es herausprustete, die laut und impulsiv war. Beides fühlte sich nie so ganz nach mir an. Nach dem, was mir entsprach. Es waren Teile von mir

Schuld & Scham
Jetzt gab es für mich wieder so etwas wie einen Beweis. Ich habe vorhin „UNÜBERLEGT“ gehandelt – aus dem Bauch heraus. Danach setzte der Kopf wieder ein und wollte seine Kontrolle abspulen, aber es war zu spät. Alles nahm seinen Lauf und zack, wollte ich wieder ins Kind fallen: Hilfe

Liebe ist…
Vielleicht ist Liebe ganz anders, als ich immer dachte. Vielleicht wollte ich sie viel einnehmender, weil ich sie so einnehmend kennengelernt habe und sie so dargestellt wird. Aber vielleicht ist sie einfach da sein – präsent, in der Nähe und nicht so aktiv und übermannend, wie ich sie kenne. Vielleicht

Ablehnung
Ich glaube, ich habe so sehr Angst, dass ich etwas falsch mache und abgelehnt werde. Also setze ich mich innerlich so sehr unter Druck oder lehne alles selbst ab oder komme komplett ins Stocken, dass ich dem entgegenwirke. Wenn ich mich nicht bewege, werde ich nicht gesehen. Wenn ich alles

Von Beginn an
Von Beginn an wollte ich Menschen um mich. Und ich wollte reisen, raus in die Welt. Ich bin hungrig nach Wissen, aber nicht im intellektuellen Sinne, sondern nach Erfahrungen. Menschen kennenlernen und Orte. Ich will Menschen und Orte kennenlernen, aufsaugen, erleben, erfahren. Ablehnung ist nicht mein Schutz. Sie ist meine

Es bebt
Da stehe ich wieder. Alles in mir will weiter, größer werden. Fülle erleben, losgehen, fließen lassen. Aber nicht alles. Denn gegenüber steht die Kontrolle. Sie hält fest, sie hält zurück. Die Handbremse bis zum Anschlag gezogen. Ich spüre es in mir: Wie Gas und Bremse gleichzeitig reißen. Wie ich wieder

Ghost
Meine Mutter hat mich mein ganzes Leben lang mit ihrer Distanz, Ablehnung und ihrem Ghosting bestraft. Als ich klein war, wurde ich einfach stundenlang ignoriert, es wurde nicht mehr mit mir gesprochen oder so getan, als wäre ich nicht da. Das war so zermürbend für mich. Ich erklärte mich, verteidigte

Zentrum sortiert sich neu
Ich verspüre in mir so ein großes Bedürfnis und einen Druck, dass ich die Bedürfnisse von anderen sofort erfüllen muss. Und wenn ich es nicht kann, dann muss es jemand anderes sofort machen. Ich halte es kaum aus, wenn ich sehe, was jemand braucht – und er etwas anderes bekommt.

Marionette
Ich sehe es erst heute zum ersten Mal klar. Etwas, das ich nie verstand. Heute kann ich es sehen – in einem Bild. Da steht ein Mädchen, eingehüllt in Schnüre. Sie zieht nach vorn. Sie will sich bewegen, leben. Aber diese Fäden ziehen aus der Vergangenheit. Sie ziehen wie Kaugummi

Trost
Mein Leben lang habe ich Essen als emotionalen Ausgleich angewendet. Es war meine Ersatznahrung. Ich habe es gewählt, wenn ich Nähe spüren wollte. Sicherheit. Geborgenheit. Ruhe. Wenn ich nicht fühlen wollte und erst recht keine Leere. Meine bevorzugten Lebensmittel waren Sachen vom Bäcker, Nudeln und Süßigkeiten. Ich habe es erlernt.

Dableiben
Ich spüre gerade die Enge. Ich spüre sie, weil ich Weite eingeladen habe. Ich habe getanzt und gelacht und da bist du. Die Unterdrückung. Die Enge. Nicht weil du gegen mich bist, sondern weil du so lange für mich warst. Mein Schutz und meine Sicherheit. Jetzt sehe ich, wie beides

Verbindung reist ab
In mir ist etwas wie kaputt. Wie verknotet oder aufgerissen und schief zusammengewachsen. Ich kann es nicht klar sehen. Verstehen. Ich kann es nur spüren. Da ist etwas mit Freude. Mit Essen. Mit Nähren. Und mit Angst. Angst vor Diabetes. Angst vor Kontrolle. Da ist etwas, das ich nicht ausleben

Pure Freude
All die Zeit habe ich es gespürt. Etwas wollte in mir aufsteigen, aber es kam nie durch. Es wurde in meinem Magen zurückgehalten, und meinen Mund biss ich zusammen. Es durfte meinen Körper auf keinen Fall in irgendeiner Form verlassen. Die Kontrolle war mein General. Heute spüre ich es. Ich
Mein Wert
Es ist, als würde ich heute zum ersten Mal in meinem Leben spüren, wie sensibel meine Daten sind – meine persönlichen Daten, Ausweis, Bankdaten. Bisher dachte ich ehrlich gesagt immer: „Was für ein Aufriss um so etwas?“ Ich glaube, diese Haltung entstand aus dem Glauben: „Ich habe ja nichts. Ich

Hingabe
Ich kann gerade sehen, dass alles, was wir tun, aus der Liebe heraus entsteht. Immer. Egal was. Immer aus der Liebe für uns. Die Liebe ist wie der Nährboden, die Wurzel. Je nachdem, wie wir sie erfahren haben, wachsen wir und erblühen auf ihr. Jeder zeigt sie wie ein offenes

Die Reine
Ich bin Katharina Schneeweiß. Mein Name bedeutet in doppelter Bedeutung: Reinheit. Dieses Thema begleitet mich schon so lange: reinigen, Klarheit schaffen, loslassen, aufräumen – in so vielen Facetten meines Lebens. Es ist wie eine Aufgabe. Eine Mission. Eine Fähigkeit, die mir mitgegeben wurde. Nur fällt es mir manchmal schwer, sie

Noch brauchen
Ich miste gerade aus – und mir wird so bewusst, wie sehr ich an Dingen festhänge. Meistens ist da dieser Gedanke: „Was, wenn ich das nochmal brauche?“ Ich sehe dann schon den Moment vor mir, in dem ich mich ärgern werde, weil es nicht mehr da ist. Aber nie habe

Etwas schenken
Fülle ist für mich noch etwas Abstoßendes und nichts Nährendes. Sie fühlt sich an wie ein trockenes Stück Fleisch, wie eine alte Schuhsohle. Sie wird im Mund immer mehr, und wenn ich nicht aufpasse, verschlucke ich mich daran – ersticke daran. Aber ich wünsche mir, dass sie sich anfühlt wie

Etwas auf dem Herzen
Puh, ich merke gerade, dass in mir diese große „männliche“ Wunde klafft – die Wunde, nicht genug zu sein oder nicht genug zu tun. Gerade wurde mir vorgeworfen, ich könne das eine oder andere doch auch noch zu Ende bringen. Und ich weiß nicht: Hat er recht? Drücke ich mich

Der Schlüssel
In mir kommt gerade sooooo krasse Wut hoch. Wut, weil ich die ganze Kette sehe. Ich sehe, wie mich früher niemand in Ruhe gelassen hat. Wie immer jemand bei mir war, mir keinen Raum gegeben hat, damit ich mich entfalten konnte. Wie jemand ständig auf mir „draufhing“ und bei jeder
Zähne zusammenbeißen
Mein Nervensystem blockiert mich so heftig, weil es tausendmal schon von mir gelernt hat, dass ich mich immer wieder übergehe. Dass ich diesen tiefen Glauben in mir trage: „Komm, Zähne zusammenbeißen und durch.“ Diesen Glauben darf ich jetzt samt Wurzel ziehen. Ja – ich kann für mich einstehen, Dinge tun,

Die volle Leere
Es ist wirklich faszinierend – nein, eigentlich passiert es mir oft. In den letzten Tagen habe ich in mir noch einmal so schön erkannt, wie ich diese ständige Leere in mir fühle. Und trotzdem entdecke ich gerade die Krux dahinter: Da war Leere, weil alles voll war. Aber voll mit

Gemocht werden
Mein wichtigstes Motiv war immer: gemocht werden. Durch lieb sein. Durch verletzt sein. Denn bei all dem wurde ich geliebt. Mir wurde geholfen. Ich wollte in dieser Geborgenheit, in diesem Unterstütztwerden durch andere bleiben. Andere waren mir immer wichtiger als ich selbst. Das ist mein altes Motiv. Also tat ich
Der Herbst
Manchmal fühlt es sich an, als würde mein Sohn ein Thema in die Familie holen. Dann läuft es bei uns durch – mit Wut, Ablehnung, Streit – und am Ende reinige ich es. Als wären wir zusammen ein Katalysator: Er empfängt und ich reinige. Vielleicht komme ich irgendwann an den

Alter Kaugummi
Was hältst du denn davon? Eine Frage, die mir gerade bewusst wird – wie oft ich sie stelle oder andere mir. Was soll ich denn halten? Und warum? Weil es meinem Gegenüber zu schwer wird? Ich weiß schon, wie sie gemeint ist. Und dennoch habe ich das Gefühl, dass er

Goldene Narbe
Ich kann Nähe noch nicht zulassen, weil ich glaube, dass ich in dieser Nähe die Verantwortung für alles Halten übernehmen muss. Das ist mein alter Glaube: Ich muss alles vom anderen halten (ertragen) und gleichzeitig alles von mir zurückhalten. Für beides trage ich die volle Verantwortung. Doch mein System will

Mein Horrorfilm
So lange hatte ich Angst vor mir selbst. Vor meiner inneren Welt. Vor dem was in mir ist. Heute glaube ich, es ist nur eine Geschichte. Gerade eben sehe ich, wie ich als Kind Angst vor meiner Mutter hatte. Ich habe täglich miterlebt, wie sie all ihre Wut, ihren Hass,

Unbeholfen
Ich hatte jetzt 21 Tage eine Askese. Ich nannte sie: „Von Erwachsenen zum Kind“. Gestern sollte ich ein Wort aufschreiben. Es war: UNBEHOLFEN. So fühlte ich mich die ganze Zeit. Eigentlich ein Wort, das ich mit Hilflosigkeit, Schusseligkeit, „keine Ahnung von allem“ verbinde. Aber ich spüre: Dieses Wort war verbunden

Heute spüre ich den Kloß in meinem Hals. Er zeigt mir, was ich alles runterschlucke, obwohl es mir nicht schmeckt. Es klemmt dort, weil es nicht weiterfließen will. Weil es nicht zu mir gehört – und doch schlucke ich, stopfe, presse es in mich hinein. So kenne ich es eben.

Aschenputtel
Ich liege da und… ertappe mich dabei, wie ich glauben konnte, dass ich etwas Besseres bin. Nicht besser als jemand anderes – sondern nur besser als ich selbst. Da ist etwas in mir, das daran glaubt, dass ich mehr bin, mehr kann, mehr darf als ich jetzt lebe. Und doch

Frau sein
Ich bin eine Frau!!! Ich bin ein so kraftvolles Wesen, während ich zart bin. Ich kann sehen und spüren. Wahrnehmen, was oft verborgen scheint. Was zwar jeder fühlt, aber niemand greifen kann oder je ausspricht – weil er es nie in Worte fassen könnte. Ich sehe es in Bildern. In
Team Hund oder Katze?
Ich glaube, ich weiß jetzt, warum ich immer „Team Hund“ war. Ich habe gefolgt. Ich war brav und bin allen überall hingefolgt, nur von mir selbst kam ich immer weiter weg. Ich war ein treuer Begleiter. Mich konnte man Kunststückchen lehren. Katzen habe ich immer abgelehnt. Jetzt habe ich eine
Mein Schutz geht, was kommt?
Ich habe nie gelernt, Grenzen zu setzen. Und jetzt, wo ich es mir selbst erlerne, merke ich manchmal, wie ich mich erwische, als hätte ich einen Fehler gemacht oder fühl mich schwach, weil ich es nicht konnte. Dann merke ich: Es war einer meiner größten Schutzmechanismen. „Sie hat mich davor

Heimweh
Heute habe ich irgendwie Heimweh. Aber nicht nach dem Zuhause, in dem ich wohne. Ich habe Heimweh nach da draußen. Ich habe Sehnsucht danach, mich ins Auto zu setzen und einfach loszufahren. Nach einem Roadtrip. Nach Reisen. Ich habe Sehnsucht danach, Zeit und Ort zu vergessen. Einfach irgendwo, irgendwann zu

Der tote Blick
Ich bin genug! Das ist etwas, das ich theoretisch weiß – und doch muss ich es mir immer wieder sagen, damit ich es wirklich glaube und auch dementsprechend handeln kann. Ich weiß es – und doch mache ich manchmal noch ein wenig schneller. Ich weiß es – und doch mache

Meine Stimme, neu geboren
Den ganzen Tag rede ich. Ich erkläre meinen Kindern etwas. Ich diskutiere mit meinem Mann. Und dann ist da noch diese endlose Stimme in meinem Kopf. All das hält niemals still. Deshalb dachte ich immer, ich müsste mal weniger sagen. Einfach mal die Klappe halten. Also schwieg ich. Ich wollte

Mir nah sein
Ich weiß nicht, ob es noch jemanden auf der Welt so geht, aber ich kann mir selbst nicht nah sein. Ich finde, das klingt furchtbar – und eigentlich unmöglich. Deshalb kann ich mir kaum vorstellen, dass es noch jemanden auf der Welt so geht. Aber ich merke es so klar.

Das Café
Mein Opa hatte eine kleine Konditorei. Meine Tante eine Pension. Und auch wenn ich dort nie voll involviert war, war es immer irgendwie mein Erbe – und meine Kindheit. Seit mein Sohn geboren ist, trage ich eine tiefe Sehnsucht in mir nach einem Café. Bilder, Gefühle, Träume steigen auf und

Lieb sein
Achtung: Heute kann ich nicht garantieren, wie oft ich fluchen werde!!! Ich fühle mich wie so ein verdammtes Dressurpferd – abgerichtet auf Nettigkeit. „Lieb sein“ wurde mir so hart antrainiert, dass ich es oft gar nicht bemerke. Dass ich gar kein wildes Pferd mehr in mir trage. Oder doch? Denn

Das Boot wankt
Ich merke, dass sich etwas Großes in mir wandelt – auch wenn ich es erst erahnen kann. Früher dachte ich immer, ich muss etwas tun. Etwas finden, das mich ausmacht. Etwas, das ich verkaufen oder leisten kann, damit Geld reinkommt. Ich dachte immer, ich habe so etwas nicht. Doch gerade
lieber Bimmelbahn fahren
Vor ein paar Tagen hatte ich das Gefühl, ich hätte ein riesiges Portal durchschritten. Heute merke ich: Ich gehe schon ganz zaghaft die ersten Schritte in dieser neuen Welt. Zeh für Zeh tauche ich ein in das warme, sanfte Wasser – und wow, es umhüllt mich wie Glitzerstaub. Ich denke
In den Zellen wie Gift
Ich will nicht allein sein, also lade ich mir Menschen ein. Aber wenn sie da sind, sollen sie mich in Ruhe lassen – oder machen, was ich will. Ich darf dann nicht wütend sein. Aber ich bin wütend! Woher kommt das? Das bin nicht ich! Das ist nicht meine Wahrheit

Nähe heilen
Nähe … sie ist in mir wie kaputtgegangen. Sie versteckt sich. Hinter Drama. Hinter Ablehnung. Hinter Kampf. Hinter Worten. Hinter Beschäftigtsein. Hinter Ablenkung. Hinter Verteidigung. Sie hockt da wie eine Katze auf der Lauer. Sie späht und fragt: Kann ich vertrauen? Kann ich es diesmal? Sie lauert. Sie zweifelt. Sie

Wollknäul
Ich habe das Gefühl, meine Beziehung zu Menschen ist irgendwie total verworren. Ein Teil von mir liebt es, wenn ich so viele Menschen um mich habe wie möglich. Ich will alle einladen, alle um mich haben. Und gleichzeitig ist da ein anderer Teil, der total überfordert ist – von ihren

Vogelperspektive
Ich erlaube mir mein volles Leben nicht. Nur so ein bisschen. Das Nötigste. Und wenn, dann auch nur, wenn es hart und schwer ist. Ich erlaube mir Leichtigkeit nicht. Freude nicht. Das ist alles verboten. Ich erlaube mir nicht, wenn es kalt ist, eine dünne Jacke anzuziehen – weil ich

Erdung ist die neue Macht
Win Teil in mir denkt immer noch ich kann nur durch Strenge ernst genommen werden. Respekt erhalten. Meine Meinung klar machen. Ich werde nur durch Leistung geliebt und wertgeschätzt. Das durch Sanftheit und Verletzlichkeit ich schwach wirke und man mit mir alles machen kann. Es gibt noch keinen Glauben oder

Ferienpark
Heute laufe ich durch ein riesiges Portal. Ich kann es sehen. Es ist mächtig, alt, bunt. Hinter mir liegt eine Welt aus Kontrolle, Vernunft, Logik, Distanz und Macht. Vor mir liegt eine ganz andere Welt – da ist Freude, Hingabe, Lebendigkeit, Genuss und Lust. Da ist meine Stimme. Sie ist

Ein Bier zu viel
Was ist, wenn in mir – ganz heimlich, in der hintersten Ecke – ein frauenfeindlicher, patriarchaler Anteil sitzt und von den billigen Plätzen Biertisch-Parolen grölt? Er ist so unterschwellig, so heimlich durch Hintertürchen hereingekommen – durch all die Jahre, in denen ich fast nur männliche Freunde hatte, die sich ganz
Mein Mojo
Ich glaube, ich habe langsam mein Mojo wieder. Am Anfang einer Beziehung habe ich es immer: meine Freude, mein kindliches, leichtes Ich – voller Ideen, Schwung und Antrieb. Und irgendwann verliere ich es. Ich gebe mich ab. Ich laufe mit. Ich ordne mich unter. Nicht weil ich muss, sondern weil
Der Weg ist das Ziel
Ich bin immer noch so weit weg von dem, wo ich hin will, und ich merke, dass ich lernen darf, wohin ich gehe, wo ich sein könnte. Vielleicht merke ich das immer dann, wenn ich an einer Kreuzung war und einen neuen Weg gewählt habe: dass ich mich da nicht

Stolz wie Bolle
Was ist, wenn die Angst in Wahrheit deinen inneren Cheerleader erwecken will? Was ist, wenn nie jemand in deinem Leben stolz auf dich war – und du es deshalb auch nie für dich selbst bist? Wenn du alles im Leben einfach hinnimmst – oder, noch schlimmer, denkst: „Dann mach ich

Depression
Heute lehne ich mich mal weeeeeit aus dem Fenster hinaus. In den letzten Monaten – oder eigentlich ja schon Jahren – hatte ich immer wieder depressive Phasen. Dieses Wort war immer so groß in meinem Leben, und ich weiß: Oft wollte ich es mir nicht anziehen und lehnte es ab.

In die große, weite Welt
Als ich mit 18 in die „große, weite Welt“ wollte, weg von zuhause, begegneten mir Neid, Missgunst, Kleinmachen, Ablehnung, Angst und Festkrallen – von meiner Mama. Damals war es ein Kampf für mich, ein Losreißen. Heute fühlt es sich erneut so an. Ich bin 39 Jahre alt und trenne mich

Schwindelfrei
Ich suche und finde in allem meine Ersatzmama und mein Ersatzzuhause – und ich sehe, dass ich langsam beginne, all das in mir selbst zu finden und mich im Außen davon zu lösen. Heute habe ich nach 20 Jahren mein Arbeitsverhältnis gekündigt. Beim Schreiben kamen mir Tränen – über so

Wieder Kind sein
Worte sind machtvoll – aber die Intention dahinter ist noch viel machtvoller. „Ich mach jetzt los.“ Dieser Satz kann so vieles bedeuten: eine Einladung, eine Drohung, ein Versprechen, ein Einstehen für sich selbst. Heute Morgen höre ich ihn durch die Luft schneiden – wie eine Messerklinge. Die Worte bleiben dieselben,

Ich packe meinen Rucksack
In mir ist immer der Gedanke: Wenn ich mich um mich kümmere, dann bin ich egoistisch. Doch wenn ich anhalte und mein Blick weiter wird, merke ich: „Aber wenn ich es nicht mache – wer kümmert sich dann um mich?“ Das ist von niemandem die Aufgabe. Gleichzeitig kann ich sehen:
Alles fließt zusammen
Wenn ich Grenzen setze, fühlt es sich jedes Mal so an, als würde ich den anderen nicht mehr lieben. Aber wenn ich keine setze, liebe ich mich nicht mehr. Ich darf lernen, dass ich auch liebe, wenn ich nicht immer verfügbar bin. Wenn ich nicht immer alles abnehme. Wenn ich

auf dem Meer
Mir fällt es immer noch schwer zu unterscheiden, wann ich voller Energie für etwas bin und brenne – und wann ich mich dabei selbst verbrenne, weil ich zu viel mache. Ich glaube, ich habe oft ein schlechtes Gewissen, wenn mir etwas Freude bereitet, Spaß macht und leichtfällt – wenn ich
Alien
Ich kann gerade wieder sehen, wie schöpferisch ich bin. Ich kann mich beim Arzt hinsetzen und „krank spielen“ – so authentisch, dass ich es selbst glaube und in jeder Zelle spüre. Ich spiele es nicht bewusst, sondern auf einer Ebene, auf die ich noch gar keinen Zugriff habe. Ich bin

Einen Gang runter schalten
Machen, machen, machen. Es ist, als wäre das mein Hauptprogramm. Und dagegen hält mein Schutzprogramm: nichts machen können. Es ist, als hätte ich mein Hauptprogramm irgendwann übernommen – und mein Schutzprogramm will mich da wieder herausholen. Ich merke in mir den ganzen Tag diese Unruhe: Was könnte ich als Nächstes
